Altsteinzeit

Vor etwa 25.000 Jahren haben im Raum Stillfried altsteinzeitliche Jäger gelebt. In einer Graslandschaft mit wenigen Büschen und Bäumen jagten sie hier Mammut, Nashorn, Wildpferd, Rentier, Eisfuchs und Schneehase. Bisher sind an mehreren Stellen Überreste ihrer Lagerplätze gefunden worden. Im eiszeitlichen Löss unterhalb des Befestigungswalles der bronzezeitlichen Burg befand sich die Werkstatt eines Steinschlägers.

Neben zahlreichen Steinspitzen fand man eine Geweihstange eines Rentiers in der noch ein halbfertiges Steinstück stak. Bei Bau einer Gasleitung am Heidenberg in Ollersdorf wurden mehrere Feuerstellen mit Werkzeugen und Knochenabfällen angeschnitten.

Der bisher reichste Fundplatz wurde am Kranawetberg in Grub entdeckt. Bei den Ausgrabungen wurden zwei Feuerstellen, eine zeltartige Behausung und tausende Steinwerkzeuge und Abfälle der Werkzeugherstellung gefunden. Die Menschen, die hier lebten, besaßen reichlich Schmuck aus Schnecken und Muscheln. Eine Besonderheit sind vor allem die 140 geschnitzten Perlen und Anhänger aus Mammutelfenbein.

asg_akaddentaliumscanfrei_k.jpg
asg_akadgeweihf6.jpg
asg_akadgravettenscan.jpg
asg_akadkratzerfrei_kopie.jpg
asg_akadlamellollersd.jpg
asg_akadollersdklinge_kopie.jpg
asg_akadollprof1.jpg
asg_ausgrabung.jpg
asg_bergkristalfreil.jpg
asg_bohrer.jpg
asg_feuerstelle1beschr_kopi.jpg
asg_feuerstelle2.jpg
asg_geweihatelierneu.jpg
asg_kammqueckeproj.jpg
asg_milchzahn.jpg
asg_nadelcoll_kopie.jpg
asg_neuperle1a.jpg
asg_obsidianfrei.jpg
asg_ollblick2.jpg
asg_perle1.jpg
asg_perle2.jpg
asg_schmuckmoll.jpg
asg_schnecke2frei.jpg
asg_spatelneu.jpg

Jungsteinzeit

Gute Böden, ein günstiges Klima und die Lage an der March zur Orientierung und Versorgung mit Wasser waren eine wichtige Voraussetzung für das Entstehen von frühen Siedlungen jungsteinzeitlicher Bauern. Erste Siedlungsreste an günstigen Stellen in der Nähe der March stammen schon aus dem 6. Jahrtausend vor Christus.

Aus der Zeit der Bemaltkeramik in der ersten Hälfte des 5. Jahrtausends gibt es auch mehrere Siedlungsstellen auf den Höhen um den Buhuberg und den Rochusberg. Überschwemmungssichere Stellen entlang der March zwischen Angern und Dürnkrut wurden ebenfalls genutzt. Schalen und Gefäßreste aus der Zeit der Badener Kultur (4. Jahrtausend vor Chr.) wurden in der Nähe der Stillfrieder Kirche gefunden

Ein Kupferbeil aus Zwerndorf zeigt, dass man auch in unserer Gegend schon im 4. Jahrtausend v. Chr. den Gebrauch der Metalle kannte. Ein Grab der Badener Kultur aus Grub gehört zu den wenigen Brandgräbern dieses Abschnittes der Jungsteinzeit. In der Nähe der March in Grub, aber auch in Mannersdorf wurden auch Siedlungsreste vom Ende der Jungsteinzeit gefunden, die bei uns mit Funden der Schnurkeramik und der Glockenbecherkultur um 2200 v. Chr. zu Ende geht.

jsg_beilbohrung.jpg
jsg_bemaltkeramik.jpg
jsg_butteneu.jpg
jsg_henkeltopfknubben.jpg
jsg_kupferbeil.jpg
jsg_notenkopfker.jpg
jsg_schalenbadenerkultur.jpg
jsg_sichel.jpg
jsg_tiergefaess.jpg
jsg_tonwuerfel.jpg